
Ein Schritt durch das Portal
Stell dir vor, du stehst auf einer Wiese nahe Flavia Solva.
Vielleicht hörst du den Wind im Gras, siehst ein paar Häuser in der Ferne und eine ruhige Landschaft.
Du nimmst dein Smartphone aus der Tasche und öffnest Flavia Solva 3D.
Plötzlich verändert sich der Blick.
Dort, wo eben noch ein Feld war, erscheinen Mauern aus Stein.
Eine Straße zieht sich durch die Stadt, Menschen gehen ihren Geschäften nach, irgendwo klirrt Metall aus einer Schmiede, und aus einer Bäckerei zieht der Duft von frischem Brot durch die Gassen.
Du stehst immer noch am selben Ort.
Aber du blickst fast zweitausend Jahre zurück in die Vergangenheit.
Genau das ist die Idee hinter Flavia Solva 3D – Portal in die Vergangenheit.
Es soll kein Spiel sein und auch kein perfektes Abbild der Geschichte.
Es ist vielmehr eine Einladung, sich vorzustellen, wie das Leben hier einmal gewesen sein könnte – direkt an den Orten, an denen es tatsächlich stattgefunden hat.
Mit ein wenig Fantasie wird aus einer Wiese plötzlich eine römische Stadt.
Und aus einem Spaziergang vielleicht eine kleine Reise durch die Zeit.
Flavia Solva 3D – Portal in die Vergangenheit
Wie sah das Leben vor fast zweitausend Jahren in der römischen Stadt Flavia Solva aus?
Wo standen Häuser, Werkstätten oder Tempel?
Und wie fühlte es sich an, durch diese Straßen zu gehen?
Flavia Solva 3D – Portal in die Vergangenheit versucht genau das sichtbar zu machen.
Die Idee hinter dem Projekt ist einfach:
Man reist an die echten Orte der römischen Stadt oder der umliegenden Fundplätze, öffnet die 3D-Anwendung auf dem Smartphone oder Tablet – und blickt wie durch ein kleines digitales Portal in die Vergangenheit.
Dort, wo heute Felder, Wiesen oder moderne Straßen liegen, erscheinen plötzlich römische Häuser, Werkstätten und Straßen. Ein kurzer Blick auf den Bildschirm genügt, um sich vorzustellen, wie die Landschaft um das Jahr 163 nach Christus ausgesehen haben könnte.
Ein wenig Fantasie hilft dabei natürlich – aber genau das macht die Reise in die Vergangenheit ja spannend.
Ziel des Projekts
Das Ziel von Flavia Solva 3D ist es, ein möglichst realistisches Bild der Region rund um Flavia Solva zur Zeit des römischen Reiches zu erschaffen.
Besucher sollen die Vergangenheit nicht nur lesen, sondern räumlich erleben können – direkt an den Orten, an denen sich Geschichte tatsächlich abgespielt hat.
Dazu werden:
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archäologische Forschungsergebnisse ausgewertet
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historische Pläne und Publikationen berücksichtigt
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Landschaftsdaten rekonstruiert
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Gebäude digital modelliert
All diese Informationen fließen in eine 3D-Welt, die Schritt für Schritt wächst.
Langfristig soll die Rekonstruktion nicht nur Flavia Solva zeigen, sondern auch weitere Fundorte der Region miteinander verbinden – sodass man zwischen verschiedenen Orten der römischen Welt wechseln kann.
Über die Treue der Darstellung
Die Rekonstruktion basiert auf den Arbeiten zahlreicher Archäologinnen und Archäologen, unter anderem von Forschenden der:
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Österreichische Akademie der Wissenschaften
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Universalmuseum Joanneum
Zu den wichtigen wissenschaftlichen Quellen zählt beispielsweise die Publikation:
„Die Insula XLI von Flavia Solva – Ergebnisse der Grabungen 1959 und 1989 bis 1992“
von Hofrat Univ.-Doz. Mag. Dr. Stefan Groh.
Aktuell wird zusätzlich das Werk „Ager Solvensis (Noricum)“ desselben Autors herangezogen, dessen Erkenntnisse nach und nach in die Rekonstruktion einfließen werden.
Trotz dieser Grundlagen gilt:
Die Fülle archäologischer Erkenntnisse ist groß – doch kein einzelnes Projekt kann alle Details vollständig erfassen.
Viele Gebäude der Stadt sind nur teilweise ausgegraben oder lediglich durch Grundrisse bekannt. Daher müssen manche Elemente rekonstruiert oder angenähert werden.
Die dargestellten Stadtblöcke (Insulae) entstehen mit Hilfe einer eigens entwickelten Software, die Gebäude automatisch erzeugt und auf Basis bekannter Maße anordnet.
Ob jedes Haus exakt so ausgesehen hat, wie es hier dargestellt wird, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen.
Darüber entscheiden letztlich die Archäologie – und vielleicht auch ein wenig die römischen Götter.
Landschaft und Gelände
Die heutige Landschaft wurde mithilfe moderner Geodaten rekonstruiert.
Die Höhen des Geländes stammen aus Airborne-Laserscans, bereitgestellt über basemap.at, ebenso wie aktuelle Luftbilder und Karten.
Das Gelände wurde anschließend nach bestem Wissen in den Zustand des 2. Jahrhunderts nach Christus zurückversetzt.
Die Rekonstruktion zeigt derzeit noch nicht die gesamte Ausdehnung der antiken Stadt.
Sehr wahrscheinlich gab es zusätzlich:
weitere Wohnviertel
Landgüter und Villen
Wälder und Auenlandschaften
Tempel und Heiligtümer
Gräberfelder und Straßen
einen Hafenbereich
Diese Elemente werden im Laufe der Zeit ergänzt.
Ein Projekt aus Leidenschaft
Flavia Solva 3D – Portal in die Vergangenheit ist ein unabhängiges Hobbyprojekt.
Es wurde von Dipl.-FW, Ing. Richard Reinisch entwickelt und wird derzeit als Ein-Personen-Projekt mit Unterstützung moderner KI-Werkzeuge umgesetzt.
Die Motivation dahinter ist eine langjährige Begeisterung für Archäologie und die Geschichte von Flavia Solva.
Schon viele Jahre zuvor entstanden verschiedene Rekonstruktionen der Stadt – darunter sogar ein Modell aus LEGO-Steinen, das den damaligen Stand der Forschung widerspiegelte.
Heute ermöglichen moderne Technologien etwas, das früher kaum denkbar gewesen wäre:
Eine antike Stadt mit Hunderttausenden Polygonen kann auf einem Smartphone in Echtzeit dargestellt werden.
Ein Wunder, das vermutlich selbst der römische Architekt Vitruvius mit Staunen betrachtet hätte.
Besonderer Dank
Ein besonderer Dank gilt meinem Bruder Dipl.-FW Horst Reinisch / WORLDGRAFX. Ohne unsere vielen Gespräche über Gestaltung, Technik und die Zukunft hätte ich manchen heutigen KI-Werkzeugen vermutlich deutlich skeptischer gegenübergestanden. Inzwischen muss ich zugeben: Als Kollegen sind sie erstaunlich angenehm – geduldig, motiviert, höflich und rund um die Uhr einsatzbereit. Eigenschaften, die man in der realen Arbeitswelt nicht immer gleichzeitig findet.
Auch wenn mein Bruder mit Flavia Solva vermutlich eher sportliche Erinnerungen verbindet als archäologische, teilen wir doch einiges: den Wunsch, etwas Sinnvolles zu schaffen, Freude an Gestaltung und eine gewisse Leidenschaft für Details. Und vielleicht auch eine kleine Portion Perfektionismus – kombiniert mit der typischen Ungeduld, die entsteht, wenn man eine Idee möglichst schnell Wirklichkeit werden lassen möchte.
Grenzen der Darstellung
So faszinierend digitale Rekonstruktionen auch sind – sie haben ihre Grenzen.
Die 3D-Welt kann die Vergangenheit nicht zu 100 % exakt wiedergeben. Gründe dafür sind unter anderem:
unvollständige archäologische Informationen
Interpretationen bei Rekonstruktionen
technische Einschränkungen mobiler Geräte
Auch die Darstellung selbst wurde bewusst einfach gehalten, damit sie auf möglichst vielen Smartphones flüssig läuft.
Wer sich also ein wenig an den grafischen Charme früher 3D-Spiele der 1990er Jahre erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch.
Dafür läuft die Anwendung aber auch auf Geräten, die nicht gerade aus der Zukunft stammen.
Die Rolle von KI
Bei der Visualisierung kommen zunehmend auch moderne KI-Werkzeuge zum Einsatz, insbesondere für Bildrekonstruktionen und Inspiration bei Gebäuden.
Interessanterweise kommen manche KI-generierten Darstellungen der vermuteten Realität bereits erstaunlich nahe.
Mit zukünftigen Modellen und besseren Daten wird sich der Realismus solcher Rekonstruktionen vermutlich weiter deutlich verbessern.
Technik hinter dem Projekt
Zur Entwicklung wurden unter anderem folgende Werkzeuge verwendet:
- WebStorm
- PhpStorm
- PyCharm
- Unreal Engine
- ThreeJS
- Blender
- LightWave 3D
- Photoshop
- GIMP
- Inkscape
- Chromium
Die Anwendung wurde auf verschiedenen Geräten getestet, darunter Smartphones, Tablets und Desktop-Computer.
Nicht alle Geräte verfügen über die notwendigen Sensoren für Bewegungssteuerung. Falls diese fehlen, kann die Ansicht einfach per Touch gesteuert werden.

Changelog
V1.5 (20260303) Added new Locations using 360° Panorama (Interior Views)
V1.2 (20250823) Layout Improvement
V1.1 (20250819) Added some Styrian Oaks
V1.0 (20250811) Initial
Fehler entdeckt?
Da es sich um ein wachsendes Projekt handelt, können gelegentlich Ungenauigkeiten oder technische Probleme auftreten.
Solltest du einen Fehler entdecken oder eine Idee zur Verbesserung haben, freue ich mich über eine Nachricht.
Gerade bei historischen Projekten hilft jeder Hinweis dabei, die Darstellung genauer zu machen.
Kontakt:
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